International Academic Conference
The Dean in the University of the Future
Learning From and Progressing With Each Other
June 26-28, 2013, Universität des Saarlandes, Saarbruecken, Germany
Korporatismus als ökonomisches Gestaltungsprinzip für Universitäten
International Academic Conference
The Dean in the University of the Future
Learning From and Progressing With Each Other
June 26-28, 2013, Universität des Saarlandes, Saarbruecken, Germany
Das Forschungsteam Prof. Scholz und Prof. Stein hat sich im März 2013 auch das US-amerikanische Universitätssystem intensiv angeschaut und vor Ort viele interessante Einblicke erlangt. Damit sind die KORFU-Triangulationsreisen abgeschlossen.
Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz und Univ.-Prof. Dr. Volker Stein nahmen im Rahmen der Jahrestagung 2012 der Academy of Management in Boston/USA am 3. August an dem Workshop „Being a Department Chair – Learning from Others“ teil. Unter der Leitung von Professor Margarethe Wiersema (University of California, Irvine), Dean Chuck Williams (Butler College of Business) und Professor Charles R. Greer (Texas Christian University) wurde ein Einblick gegeben, wie in US-amerikanischen Universitäten die Leitung von Forschungseinheiten (Departments) erfolgt. Insbesondere ging es um die Evaluation von Professoren in Forschung und Lehre, um Mentoring, um den Umgang mit leistungsschwächeren Kollegen, um die Beschaffung neuer Professoren sowie um die organisatorische Durchführung des Forschungs- und Lehrbetriebes. Insgesamt konnte ein erster Einblick „aus erster Hand“ in die „kollegialen“ Strukturen amerikanischer Universitäten gewonnen werden – und damit eine wichtige Vorbereitung für die noch ausstehende internationale Triangulation der KORFU-Forschung in den USA.
Zum zweiten Mal veranstaltete KORFU eine Expertenrunde mit Vertretern der Universität Siegen und der Universität des Saarlandes. Im Mittelpunkt der Diskussion stand diesmal die Rolle der Fakultäten in der Universitätssteuerung. Den Auftakt machte Dr. Cornelia Fraune mit einem Impulsreferat zur „Schaffung motivierender Rahmenbedingungen für Professoren“. Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz und Univ.-Prof. Dr. Volker Stein referierten in dem hochschulöffentlichen Vortrag „Zur Rolle von Fakultäten in einer Universität der Zukunft – was wir aus Australien und Japan lernen können“ über die Forschungsergebnisse ihrer Forschungsreise nach Australien und Japan in diesem Frühjahr. Eine gemeinsame Diskussion zur Frage „Welches Ausmaß an Fakultätsautonomie ist sinnvoll?“ rundete das Treffen ab. Das KORFU-Forscherteam bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen für die interessante und engagierte Diskussion.
Die EURAM Annual Conference 2012 fand vom 06.-08. Juni an der Erasmus University Rotterdam statt. Auch KORFU war mit einem Beitrag vertreten: Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz, Univ.-Prof. Dr. Volker Stein und Dr. Cornelia Fraune präsentierten das Research Paper „Images of Universities as Social Innovation“. Das Forscherteam nutzte den Aufenthalt darüber hinaus für Experteninterviews mit Führungspersönlichkeiten niederländischer Universitäten. Unter anderem wurden Interviews mit Prof. Dr. Martin Paul, Präsident der Maastricht University, sowie Prof. Dr. Philip Franses, Dekan der Erasmus School of Economics, Erasmus University Rotterdam, geführt.
Die Förderlinie „Wissensökonomie“ als Teil des Förderschwerpunktes Hochschulforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beinhaltet neben KORFU 19 andere Projekte, welche die ökonomischen Grundlagen einer erfolgreichen Wissenschaft untersuchen. Die Auftaktveranstaltung dieser Förderlinie am 31.05. und 01.06.2012 in Mannheim bot allen Teilnehmern die Möglichkeit, die anderen Forschungsprojekte kennenzulernen. Im Fokus standen die Präsentationen der Projektteams sowie der Austausch und die Diskussion zwischen den Projektteams. Das KORFU-Forscherteam bedankt sich bei den Organisatoren des ZEW sowie dem BMBF und DLR für die Ermöglichung dieses Forums.
Im Rahmen des Forschungsprojektes KORFU reisten die Professoren Scholz und Stein nach Australien und Japan, um fundierte Unterschiede zwischen dem deutschen und dem jeweiligen ausländischen Hochschulsystem zu identifizieren und die Erfolge ausländischer Hochschulstrukturen zu analysieren. Melbourne, Brisbane, Tokyo und Kyoto waren die Stationen der fünfwöchigen Forschungsreise. Wir bedanken uns herzlich bei den australischen und japanischen Gesprächspartnern.
Christian Scholz und Volker Stein haben den Beitrag ‚LES UNIVERSITÉS ALLEMANDES EN MUTATION ET LES LEÇONS À TIRER PAR LES ADMINISTRATIONS PUBLIQUES POUR LEUR GESTION AXÉE SUR LES CONNAISSANCES‘ in der kanadischen Zeitschrift Télescope publiziert. In diesem Beitrag haben sie die evolutionäre Entwicklung der Hochschulgovernance, die im Mittelpunkt des KORFU-Projektes steht, im Zusammenhang mit Fragen nach geeigneten Formen der Organisation und des Personalmanagements in öffentlichen Verwaltungen diskutiert. Zum einen laufen die Grundmuster organisationaler Reformen in Universitäten und öffentlichen Verwaltungen analog ab, zum anderen stellen staatliche Universitäten Experimentierfelder für derartige Reformen dar, die dann früher oder später auch in öffentlichen Verwaltungen implementiert werden (Scholz/Stein 2011: 42).
Das Bundesverfassungsgericht hat sich mit der Professorenbesoldung beschäftigt und sie (zumindest in dem konkreten Fall) für unzulässig erklärt – unter anderem, weil sie in der aktuellen Form nicht angemessen ist.
In seinem morgen in der Tagespost erscheinenden Artikel unter der Überschrift
analysiert Alexander Riebel das Urteil und lässt auch Prof. Christian Scholz zu Wort kommen, der einen ganz neuen Punkt in die Diskussion einführt, nämlich die Rolle des Universitätspräsidenten:
„Die Universitätspräsidenten wollen aber nach Auffassung von Scholz am Leistungsprinzip festhalten, weil es ihre Macht stärkt. Denn wer der Herr des Geldes ist, kann auch unmittelbar Universitätspolitik machen. Wenn er etwa Informatiker für wichtiger als Philosophen hält, könnte er durch einseitige Geldvergabe die Philosophen an seiner Universität ins Hintertreffen bringen. Daher hält Scholz Funktionszulagen, etwa für die Übernahme von Ämtern oder Tätigkeiten an der Hochschule für sinnvoller als Leistungszulagen, die er am liebsten ganz abgeschafft sehen würde.”
Wird die Macht des Präsidenten reduziert, steigen die Chancen für eine korporatistische Lösung.
Ansonsten kann man den gesamten Artikel ->hier nachlesen.